Voicefest | Van Canto | Batschkapp Frankfurt

„Platz Drei“ der Voicefest-Tour in Frankfurt? Das ließen die Frankfurter sich nicht gefallen!

Zum Voicefest am 14.12.14 luden Van Canto unterstützt von In Legend und Stimmgewalt in der Batschkapp in Frankfurt ein.Den Anfang machten die Piano-Metal Band In Legend, die an diesem Abend in völlig neuer Besetzung  und völlig neuem Look die Batschkapp rockten.

Mit Bastian Emig (Gesang, Klavier), Dennis Otto (Schlagzeug) und Daniel Wieke (Bass) fanden In Legend 2010 ihren Anfang. 2011 stieß Daniel Schmidle hinzu, der Bastian von da an am Klavier und mit der Keytar unterstützen sollte.

Mit Pandemonium aus dem Album Ballads’n’Bullets hatten sie ihren ersten großen Hit.

In Legend verzichten auf den typischen Gitarren Sound und setzten ihren Schwerpunkt auf das Klavier.  Nicht ohne Grund wird der Stil auch als Hand-hammered Piano Craft bezeichnet.

2012 und 2013 wurde es dann erstmal still um die Band. Kein Wunder, sie hatten sich ins Studio zurückgezogen, in dem das im Januar 2015 veröffentlichte Album Stones at Goliath entstand.

Zwischenzeitlich wurde auch an der Besetzung gedreht, Dennis und Daniel Wieke verließen die Band und wurden durch Paul Perlejewski am Bass und Marcos Feminella am Schlagzeug ersetzt.

Als zusätzliche Unterstützung steht nun Daniel Galmarini am Klavier. So das Bastian sich nun absolut auf den Gesang konzentrieren kann.

Über das Crowdfunding Portal PledgeMusic konnten die Fans ihre Band unterstützen und sich das neue Album dort vorbestellen und somit auch vorfinanzieren.

Aber nicht nur das, es wurden noch allerhand andere Pledges angeboten.

So konnte man sich zum Beispiel Daniel Schmidle zu sich einladen, um mit ihm ein veganes 3 Gänge Menü zu kochen, eine Doppelstunde Schlagzeugunterricht mit dem brasilianischen Drummer Marcos oder gar ein eigenes Hauskonzert pledgen.

Aber nun zum Konzert.

Das Bühnenoutfit hat sich komplett verändert. Die zwei Daniels standen an ihren Keyboards hinter großen Vogelköpfen die fließend in Flügel übergehen.

An den Seiten hat jeder von ihnen eine Trommel, die zwischendurch auch zum Einsatz kamen. Bastians Mikrofonständer hat Federn, so dass er es in alle Richtungen schwingen kann, aber was noch viel Interessanter ist, so ganz ohne „Tasten“ kann er doch nicht.

Ein kleines Keyboard ist an der Seite des Mikroständers angebracht.

An diesem Abend wurden einige der neuen Songs vorgestellt, denn das Album war zu dem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht. Den Anfang machte ‚Envoys of Peace‘, gefolgt von ‚Threatened‘ die beide vom neuen Album stammen.

Dann der Klassiker ‚Pandemonium‘, der sämtliche Fans mitgrölen lies.

Bei den folgenden Songs ‚Alienation‘, King of Apathy‘, Lonely‘ und ‚Monuments‘, die ebenfalls vom neuen Album stammen, bekamen In Legend stimmgewaltige Unterstützung von dem Berliner Chor Stimmgewalt.

Ein etwas ungewohntes Bild stellte ein tanzender Bastian dar, der ja sonst immer hinter seinem Klavier ‚gefangen‘ war.
Zum guten Schluss waren noch einmal die bekannteren Töne des Songs ‚Heya‘ zu hören.

Damit Bastian sich eine kleine Pause gönnen konnte, bevor er seinen zweiten Auftritt des Abends mit Van Canto hatte, übernahmen Stimmgewalt  der HardChor aus Berlin den zweiten Support.

Den Anfang machten sie mit ‚Heyr himna smiður‘, gefolgt von dem Rammstein-Cover ‚Engel‘.
‚Bitte Schlag Mich‘, ‚Irish Ballad‘ und ‚Tourdion/Palästinalied‘ machten den Abschluß.

Eine sehr interessante Mischung die auch bei den Fans gut ankam. Der 12köpfige Chor hatte das Publikum fest im Griff und bewiesen, dass sie es  Acapella und auch ohne zusätzliche Band echt drauf haben.

Und nun zum Höhepunkt des Abends, VAN CANTO!

Die 6köpfige Acapella-Metal-Band, bezaubert seit 2006 erst mit gecoverten und später auch mit eigenen Songs die Metalwelt.

So machten sie ihre Anfänge mit Coversongs wie ‚Fear of the Dark‘ von Iron Maiden, ‚Master of Puppets‘ von Metallica oder ‚Rebellion‘ von Grave Digger.

Was ja normalerweise eine nicht so große Besonderheit wäre, würden in dieser Band nicht die Instrumente fehlen.

Bis auf Bastian, der tatsächlich an einem richtigen Schlagzeug sitzt, werden alle anderen Instrumente mit den Stimmen erzeugt.

Und wer das noch nicht gehört hat oder sich darunter nichts vorstellen kann, der sollte spätestens jetzt, als allererstes mal ganz nach unter scrollen und sich das Video anschauen, bevor er diesen Bericht weiter liest.

Diesen (Instrumenten)-Gesang nennt man in Fan-Kreisen auch ‚RakkaTakka‘-Gesang.

Stefan Schmidt übernimmt hier den tieferen Rakkatakka-Gesang und den Wah-Wah Gitarren-Gesang, Ross Thompson den höheren Rakkatakka-Gesang und Ingo Sterzinger (Ike) die tiefe Dandan-Stimme. Philip Dennis Schunke (Sly), Inga Scharf den Leadgesang und Bastian Emig das Schlagzeug.

In den 9 Jahren Bandgeschichte haben Van Canto 5 Studioalben herausgebracht und ein Best Of Album.

Das letzte Album ‚Dawn oft he Brave‘ erschien 2014.

Auch Van Canto wurden wie In Legend von Stimmgewalt unterstützt, was den Klang der eh schon starken Acapella Band noch viel voller und bombastischer erscheinen lies.

So eröffneten sie ihren Auftritt nach einem kleinen Intro mit ‚Fight for your Life‘, ‚Badaboom‘ und ‚Unholy‘.

Schnell wurde das Publikum aufgefordert die Pausen zwischen den Songs, in denen die Band trinken musste um die Stimmen zu ölen, sie anzufeuern.

Mit lautstarken ‚Rakka Takka Motherfucker‘ – Rufen wurde das auch gerne aufgenommen.

Weitere Songs waren ‚Carry On‘, My Voice‘ und ‚One to Ten‘. Stefan nutzte eine kleine Pause um die Frankfurter Fans zu animieren.

Er rief ‚One for All‘ und die Meute schrie ‚All for One‘ zurück.

Das war den Van Cantians wohl zu leise, denn sie waren der festen Überzeugung das die Frankfurter lediglich Platz Drei der Voicefest-Tour belegt hat.

Noch eine kurze Überlegung der Band, es gab ja nur Drei Konzerte.

Also bekamen die Fans eine 2. Chance und belegten auch prompt den  den ersten Platz.

Mit viel Power gab es nun die Metal-Lesson ‚To sing a Metalsong‘, gefolgt von ‚Rebellion‘ und ‚Steel Breaker‘.

Van Canto unterstützen die Meeresschutz-Organisation Sea Shepherd, die ihre Aufgabe darin sehen,  die Zerstörung von Lebensräumen und das Abschlachten von Meereslebewesen in unseren Weltmeeren zu beenden und um Ökosysteme und Arten zu schützen.

Um eben darauf aufmerksam zu machen, hatten Sea Sherpherd einen Stand beim Voicefest.

Begleitet von einigen Aktivisten kam zwischen 2 Songs ein sehr junger Aktivist mit einem von ihm gestalteten großem Banner, der auf den illegalen Walfang aufmerksam machen soll, auf die Bühne und durfte nochmals auf die Organisation aufmerksam machen und Van Canto versprachen den Banner zu signieren und für den guten Zweck zu versteigern.

Mit ‚To the Mountains‘, ‚Last Night of the Kings‘, bei dem auch Bastian mitsang und dem Nightwish-Cover ‚Wishmaster‘ bebte die Stimmung, bevor ‚Neuer Wind‘, dem einzigen deutschen Song der Band und ‚If i die in Battle‘ ertönte.

Der Abend neigte sich dem Ende, aber nicht ohne noch ein paar Knaller rauszuhauen. So sangen sie ihren ersten Song ‚The Mission‘ mit ‚Master of Puppets‘ als Medley.

Besser konnte die Stimmung nicht mehr werden, doch ein Song fehlte ja noch. Das Publikum schrie ‚Zugabe, Zugabe‘ und tatsächlich die kam noch, mit dem Iron Maiden-Cover ‚Fear oft he Dark‘.

Wer schon mal auf einem Van Canto Konzert war, der weiß wie Fannah Van Canto sind, denn die Sechs sind Stars zum ‚Anfassen‘.

Nach jedem Konzert stehen sie für Fotos, Autogramme und auch einen kleinen Plausch bereit.

 www.vancanto.de

      facebook.com/vancantoband

 

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