VILE // „VILE“

CD-Review von VILE // „VILE“(3-Track-EP)

Betrachtet man die Aufmachung der CD, wirkt sie zunächst sehr schlicht. Macht man die Hülle auf, muss man aber anerkennend nicken. Eine CD in einer richtig klassischen Vinyl Optik und einer schwarzen Abspielseite ist etwas, was man nicht alle Tage zu sehen kriegt. Von daher schon mal ein fetter Pluspunkt in Sachen Einfallsreichtum und Optik. Aber kommen wir mal zum wesentlichen – zur Musik.

Descent Into Chaos

Gleich zu Beginn donnert ein fieser Mid-Tempo Song einem ins Gesicht. Unüberhörbar: Ein klassischer, dreckiger, absolut bösartiger, Old-School Track, wie er im Buche steht. Besonders einprägsam sind, neben den absolut grandios marschierenden Gitarren, die sich wiederholden disharmonischen Parts, die nochmals an Geltung gewinnen da präzise Blast Beats sie untermalen und noch stärker zum Ausdruck bringen. Eine rotzige Stimme alá Chris Barns (Six Feet Under) und Martin Van Drunen (u.a. Asphyx) ist dermaßen penetrant, dass man das Gefühl bekommt, der Sänger zertrümmert dir persönlich mit einem Vorschlaghammer das Gesicht.

March To Death

Einmal rechtes Pedal durchtreten und Vollgas in die Fresse! Der zweite Track der Schiebe, zeitgleich der Längste mit fast 6 Minuten Spielzeit, zerlegt einem sofort das Trommelfell und frisst sich tief ins Hirn rein. Wer allerdings eine monotone Tempojagd erwartet, wird hier zu recht enttäuscht. Der Song ist wirklich sehr abwechslungsreich und ist von Anfang bis Ende komplett durchdacht. Langeweile kommt hier absolut nicht auf, da tiefe 16tel Melodien sich mit langgezogenen gehaltenen Akkorden abwechseln und dem Song dadurch alleine schon ordentlich Vielfalt geben. Und der Gesang? Wie schon beim Opener, nur das er diesmal seine Fäuste benutzt.

VILE

Der letzte Track der EP beginnt mit einem richtig klassischen Death Metal Riff. Einfach, geradlinig ins Gesicht. Wenn eine Band sich dazu entschließt ein Lied den Bandnamen zugeben, dann muss er sich irgendwie von dem Rest abheben. Hier ist es der Text, der dafür verantwortlich ist. „Vile! Death! Metal! Conquer All“ – diese 5 Worte stehen quasi stellvertretend für das Konzept der Band, oder besser gesagt für die Musik. Hinzu kommen abwechslungsreiche Drumm-Parts, die dem Song nochmal einen richtigen Kick geben. Ein wirkliches Brett nochmal zum Abschluss!

Fazit

Vorweg: Mit dem Kauf der LP kann man als Fan der Todesmetall Schmiede de facto NICHTS falsch machen. Besonders Fans von Bolt Thrower, Asphyx oder Legion Of The Damend sei der Erwerb der Platte ans Herz gelegt. Alles in allem ist Scheibe für eine Demo/EP absolut hochwertig, von der Aufmachung bis hin zur Tonqualität stimmt hier einfach alles. Was allerdings wünschenswert gewesen wäre, obwohl dass jetzt auch meckern auf höchstem Niveau ist, wenn der Bass deutlicher heraus treten würde, da die Gitarren schon wirklich böse tief klingen und dementsprechend dem Bass einiges abgreifen. Beim Titeltrack „VILE“ ist es allerdings anders, da man hier den Bass wiederrum sehr deutlich wahrnimmt. Kurz: Kauft die Platte und lasst euer Hirn von aggressiven Old-School Death Metal penetrieren! VILE! BLOOD! TORTURE!

cd

Facebook: Vile

Review: J.N.E

 

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