Tribulation +Grave Pleasures + Vampire

Am Samstag, den 16.1. hatte die Moshpit Crew Kassel einen wirklichen Leckerbissen in die Fulda-stadt gelockt.Zum 2. Mal traten die 4 Süd-Schweden von Tribulation in Kassel auf.Diesmal waren sie selber der Headliner des Abends, während sie bei ihrer ersten Show am 4.5.2015 als Supporter von Melechesh und Keep Of Kalessin agierten.Doch schon bereits bei ihrem ersten Besuch in Kassel wurde deutlich, dass Tribulation schon bald zu den großen ihrer Szene gehören würden.Vampire feuerten mit ihrem hasserfüllten schwedischen Death Metal gleich zu Beginn eine Salve ins Publikum ab, die die zahlreichen Köpfe der Metalheads im K19 fleißig rotieren ließen.Deutlich merkte man den Musikern ihre skandinavischen Wurzeln an, sodass der ein oder andere Gast sich an Größen wie Dissection oder teilweise auch Bathory erinnert fühlte.Mit ihren eingängigen Riffs und den hasserfüllten Lyrics, die aus der Kehle von Sänger Lars Martinsson heraus gedonnert wurden, können sich die Schweden sicher sein, dass sie einige neue Fans in Kassel gewonnen haben.Deutlich wurde das beim Ton des letzten Songs, wo nachträglich lautstark und langanhaltend eine Zugabe vom Publikum gefordert wurde.Mit Grave Pleasures wurde ein deutlicher Stilbruch vorgenommen. Die brutale Rohheit die von Vampire abgefeuert wurde, wich einem finnischen 4rer-Gespann, das bei dem einen oder anderen zu Stirnrunzeln führte.Mit einer Mischung aus Psychodelic/Stoner Rock, Wave, Bat Cave und Horror Punk, gepaart mit einer guten Prise Hard Rock war so ziemlich das Gegenteil auf der Bühne.Allerdings ließen sich die Finnen nicht lumpen und spielten souverän ihr Set runter. Die erst vorherrschende Überraschung beim Publikum wurde gegen eine Partystimmung eingetauscht, die einige dazu brachte das Tanzbein zu schwingen.Schlussendlich konnte Grave Pleasures gerade wegen des Stilbruchs überzeugen und sorgte garantiert bei vielen für einen bleibenden Eindruck.Schon bei der Umbaupause von Tribulation füllt sich das K19 so schnell mit Zuschauern, dass die Kapazität des K19 deutlich an ihre Grenzen gelangte.Passende zu dem Genremix aus melodischen Black Metal, finsteren Death Metal und einer Aufmachung, die an die Anfänge von Black Sabbath erinnert, setzte draußen dichter Schneefall und ein eisiger Wind ein.Schon mit dem 1. Ton hatte Tribulation es geschafft die Herzen der Fans im K19 zu erobern. Haare flogen, es wurde getanzt – das Publikum war in Ekstase.Die Grabesstimme von Sänger Johannes Andersson fesselte sofort und ließ einem auch nach dem Konzert so schnell nicht mehr los.Die 4 Schweden zelebrierten ihre Kunst mit einer Leidenschaft, die ihres Gleichen sucht.Sie vereinnahmten das Publikum von Anfang bis Ende mit einer Energie, die man schwer in Worte fassen kann.Nachdem das Set gespielt war donnerte es lautstark nach einer Zugabe und Tribulation ließen es sich nehmen der Forderung nachzukommen.Wie es zu erwarten war sind Tribulation eine Band, die zu 100% besticht, da auch ihre Musik und ihre Kunst zu 100% überzeugt.Eine weitere Band aus Schweden, die die Metalszene enorm bereichert.

Text: Jan

Veranstalter: Moshpit Crew Cassel

Ort: K19/ Moritzstraße 19/  34127 Kassel

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