Rockharz Tag 2 & 3

VOLKSMETAL

Mit „Dicke Titten, Kartoffelsalat“ sollte der Startschuss fallen, für den Auftakt des neuen Festivaltages.Aber aus bestimmten Gründen konnte „Ikke Hüftgold“ leider nicht auftreten, aber dafür steckt der Teufel nun im Detail.Volksmetal, die sich 2010 gegründet haben und aus Konstanz am schönen Bodensee kommen, stehen beim Label AFM unter Vertrag.Aktuell geben sie mit ihrer gekonnten Mischung aus Metal und Neuer Volksmusik viele Auftritte auf den diesjährigen Sommer-Festivals, z. B. bei Wacken, dem Summer Breeze, Queens of Metal oder jetzt beim RockHarz 2015.Und das kann sich sehen lassen.

RAGNARÖEK

Ragnaröek ist eine Mittelalter-Rockband  und vereint dazu einen Hauch von Neuer Deutscher Härte.Die Band stammt aus Schwerin und ist seit 2005 auf den Musikmarkt unterwegs. Meistens findet man sie in der Gothik-Szene, aber sie zeichnen sich auch aus durch den Einsatz von Dudelsäcken.Mit ihren Klängen locken sie bereits zur Mittagszeit viele Besucher an und verzaubern auch gekonnt mit ihren außergewöhnlichen Kostümierungen.

BLUES PILLS

Mit ihren doch charmanten und und eher niedlichem Aussehen heizt dieses Mal eine Powerfrau an der Front die Besuchermenge an.Es ist keine geringer als die fast elfenhafte kleine Elin Larsson. Mit fliegendem blonden Haar und mächtiger Soul-Stimme führt sie ihre Band, die Blues Pills aus Örebro in Schweden heute an.Auf jeden Fall kommen hier die Männer mal wieder auf ihre Kosten, das ist schon ein schöner Anblick.Und der Musikstil? Bluesrock vom Feinsten mit einem Hauch Soul gemischt.Wir sehen, auch das passt an so einem Nachmittag beim RockHarz Open Air hinein.

FINSTERFORST

Helle Hemden die mit Schmutz beschmiert sind, langes wehendes Haar.Es geht es weiter mit der Band Finsterforst. Mit kraftvollem Pegan Metal bieten Sie den Festivalbesucher in kurzer Zeit gleich zwei neue Lieder aus ihren aktuellen Album „Mach Dich frei“.Trotz kurzer Spielzeit von nur 35 Minuten überzeugen die sieben Musiker aus dem Schwarzwald mit viel Power und Energie.

DEVILMENT

Allrounder Dany Filth ist bei der nächsten Band Devilment die Frontsau.Extravagant geschminkt und gekleidet, mit schwingenden Köpfen geht es auf der Bühne zur Sache.Aber kennen wir den guten Mann nicht?Jawohl, denn er ist kein geringer als Frontmann der Band Cradle of Firth mit der er am folgenden letzten Tag beim RockHarz Open Air auftreten wird.

THE GENTLE STORM

The Gentle Storm ist eine Band aus den Niederlanden.Wieder eine Frau, die heute die Bühne dominiert.Diese Mal mit schulterlangem rotem Haar, strahlt Sängerin Anneke van Giersbergen nur so von der Bühne in die Menge.Zu ihrer guten Laune gesellt sich schnell auch ihre kräftige doch extrovertierte Stimme, was den Fans sichtlich gefällt.Ihr musikalisch-istrumentaler Stil reicht von Progressive Rock bis Folk Rock und damit legt das Duo einen erstklassigen Auftritt hin.

MANEGARM

In der nordischen Mythologie ist der Name Manegarm abgeleitet vom Zeichen des Wolfes und so beschreibt sich auch der Musikstil der Band.Seid 1995 gibt es sie bereits, allerdings eher angesiedelt im Viking-Metal-Genre.Ihre Einflüsse von Black Metal, schlagen aber teilweise auch wieder in sanftere Töne um.Es entsteht ein tolles Zwischspiel aus alten und neuen, harten und soften Stücken. Es  müssen also nicht immer nur harte Drums und Gitarrenriffs sein.

DELAIN

An diesem Tag ist nun wirklich Frauenpower angesagt.Nicht nur The Gentle Storm und die Blues Pills sind mit weiblicher Besetzung in der Front unterwegs.Das kann auch die Band Delain aus Holland.Wer sich erinnert, weiß das die junge Sängerin Charlotte Wessels erst letztes Jahr die Bühne vom RockHarz verzauberte.Mit einem Hauch Symphonic-Metal und ihrer wunderbaren Stimme gelingt es auch in diesem Jahr, die Festival-Besucher in den Bann zu ziehen.

COPPELIUS

Nun wirklich jeder hat an diesem RockHarz-Freitag hat auf diese großartige Band gewartet: Coppelius aus Berlin.Nicht nur durch ihren Auftritt mit Schlagzeug, Kontrabass, Cello und Klarinette, wo teilweise auch die E-Gitarre und der E-Bass ersetzt wird zeigt sich die Band als absolut außergewöhnlich.Auch ihr Kleidungsstil, der dem der 60er Jahre entspricht und ihre verrückte Show machen ihren Live-Auftritt absolut sehenswert. Noch sind sie allerdings eher ein kleiner Geheimtipp

SCHANDMAUL

Im Bereich Mittelalter-Folk-Rock sind Schandmaul ganz oben auf der Liste der besten Bands. Und warum?Weil sie einfach einen super Sound liefern und das schon vielen Jahren.Was die 6 Musiker und Musikerinnen ausmacht, sind die unterschiedlichen , Melodien und Instrumente.Welche Band hat (neben In Extremo) denn schon neben den üblichen Sets wie Gitarre, Bass und Schlagzeug noch ein Klavier, Drehleier, Bratsche, Cello, Violine, Laute, Banjo, Cister, Schalmeien, Flöten, Kontrabass, Dudelsack uvm.Allein das zu sehen ist schon mitreißen.In jeder Sekunde, spürt man im Publikum den Spaß, den sie an ihrer Musik haben. Praktischer weise gibt es zu ihren Klassikern auch gleich ein paar neue Songs von der frischen Schandmaul EP „Unendlich“. Es lohnt sich reinzuhören!

EISBRECHER

Es wird kalt, genauer gesagt sogar eiskalt auf der RockStage.Der charmante Alexx Wesselsky betritt die Bühne mit etwas Verspätung, da vorher etwas überzogen wurde.Er steht wahrlich als Headliner auf der Bühne und wie immer natürlich auch als richtige Rampensau.So überzeugen die Münchener Eisbrecher auch in dieser Nacht mit den Melodien ihrer Neuen Deutschen Härten.

TANZWUT

Auch Tanzwut treten durch die vorherigen Verzögerungen verspätet auf.Macht aber nichts, natürlich warten die Fans so lange, wenn auch ungeduldig vor der Bühne.Seit 1999 sind die Berliner , mit Mitgliedern der Band Corvus Corax bereits auf dem Musikmarkt unterwegs.Sänger Teufel und sein Gefolge sind mit ihrem Mittelalter-Rock eine Band, die feiert und tanzt bis zum Umfallen.Eine explosive Mischung. Selbst der Stromausfall hindert sie nicht dran, ohne irgendwelche elektronische Hilfswerkzeuge also dann unplugged weiter ihre Show durchzuziehen.Das war wirklich ein Hammer und klang großartig!

Rockharz Tag 3

HERETOIR

Am letzten Festivaltag soll am frühen Nachmittag eigentlich die Band Agrypnie zu sehen sein, stattdessen tritt nun die Band Heretoir auf, die auch schon letztes Jahr auf der Bühne vom RockHarz war.Leider ist zu zu früher Stunde auf dem Festivalgelände noch nicht viel los, da die meisten Besucher bis in die Nacht feierten.Dennoch legen Heretoir mit ihrem Post Rock und einem Hauch von shoegazinischen Einflüssen einen verdammt guten Auftritt hin.

CRIPPER

Anders ging es bei der nächsten Band zur Sache. Cripper ist eine Band aus dem Raum Hannover.Zur Erinnerung: die dunkle Schönheit Britta Görtz hatte erst am Vortag bei der Band Drone coolen einen Gastauftritt und „sang“ mit Sänger Mutz Drone ein Duett. Mit harten Gitarrenriffs und ihrem brachialem Gesang heizen sie Menge, die sich mittlerweile vor der Bühne gesammelt hat, an.

ARTILLERY

Nicht nur Hell erging es in den vorigen Jahren so, mit Gründung, Pause, Neugründung sondern auch „Artillery“.Fast das gleiche Schema und dieselben Jahre, aber auch hier können wir sagen: ihr habt gerockt!Wie ein schneller Pfeil stürzt sich der Sänger Dahl auf die Bühne und gibt alles, um das noch müde Volk von seiner Mischung aus Speed Metal und klassischem Metal zu überzeugen. Mit ihren schnellen Rythmen und lauten Gittarenriffs gelingt das auch ganz gut.

HELL

Anders geht es wieder bei der Band Hell zur Sache, sehr urig und extravagant mit einer stacheligen Krone auf dem Kopf, kreidebleich und das Blut fließt am Rücken hinab.Eigentlich genau passend zu ihren Namen, Hell – wie die Hölle.Das interessante ist nicht nur der Name und ihr außergewöhnliches Outfit, sondern auch das Gründungsjahr: 1982 gründete sich die britische Heavy-Metal Band. Zwar war zwischenzeitlich aus bestimmten Anlässen Pause, aber seit dem Jahr 2008 stehen sie weiterhin auf der Bühne und rocken sie.

THE HAUNTED

The Haunted mit ihren Death Metallischen Klängen, geschweift mit Melodic Death Mettalischen Einflüssen, schaffen es die Jungs, das Infield des RockHarzes etwas zu füllen.Im Gegensatz zu den letzten Tagen, als etwas windig und manchmal etwas feucht gewesen ist, brennt der letzte Tage sonnig und heiß und bietet somit eine Steilvorlage dafür, mit freien Oberkörper zu headbangen und grooven.

VARG

Es ist an der Zeit für Varg. Das steht im schwedischen und norwegischen Bereich für Wolf. Nicht nur mit ihrer Bühnenperformance überzeugen sie das Publikum, sondern auch ihre Kostümierungen. Rot geschminkt mit schwarzen Effekten, überraschen sie das Volk vor der DarkStage vom RockHarz 2015. Tiefe Töne erklingen aus der Tiefe der Wolfshöhle, vergleichbar mit der Neuen Deutsche Härte. So lässt sich die Band am besten beschreiben!

THE BLACK DAHLIA MURDER

Direkt weiter geht es mit den Amerikanern von Black Dahlia Murder.Wer jetzt denkt: Ah, typischer Metal-Core oder Hardcore, wird direkt eines Besseren belehrt.Trevor Strnad grunzt und faucht energiegeladen und feuert immer wieder die Menge an, die trotz der Hitze wohl eine kurze Pause braucht.

DIE APOKALYPTISCHEN REITER

Wer kennt Sie nicht, eine der erfolgreichsten Bands in der Metallszene. 20 Jahre Bühnenerfahrungen und unzählige Alben.Die Apokalyptischen Reiter, eine Band aus den Raum Thüringen, genauer gesagt Weimar.Mit ihrem eigenen Musikstil aus Black, Death, Power Metal sowie Rock und Folk heizen sie seid 20 Jahren dem Metal-Volk richtig ein, sowie beim RockHarz 2015.Nicht nur Stücke aus ihrem letzten Album „Tief, tiefer“, welches letztes Jahr im Herbst erschien, spielen die smarten Jungs, sondern auch etwas ältere Stücke, wie z.B. „Seemann“ .

ELUVEITIE

Die meisten kehren jedoch mit Auftreten der Folkmetaler Eluveitie zurück.Ob schon das letzte Album „Origins“ nicht mehr ganz taufrisch ist, bildet es dennoch die Basis für eine ausgewogene Setlist alter und neuer Titel.Dabei schafften es die Schweizer spielend, die Menge mit ihrem Mix aus folkloristischen Melodien und teils rasenden Riffs in ihren Bann zu ziehen.

SOULFLY

Im Licht der untergehenden Sonne fordern Soulfly dann direkt zum weitermoshen auf.Zwei Jahre nach ihrem letzten, damals noch mitternächtlichem Geholze, bringen sie die Teufelsmauer wieder zum Erzittern mit der bewährten Mischung aus Soulfly und Sepulturacovern.Wobei “Cover” nicht ganz richtig ist, da Max Cavalera ja auch bei Soulfly den einen oder anderen bekannten Brecher komponiert hat.Das brasilianische Abrisskommando zeigt sich jedenfalls bis in die Dreads motiviert und lässt wieder einmal ein müde, glückliche Fans zurück.

DREAM THEATER

Bei Dream Theater stellt sich im Vorfeld die Frage: Reicht die Zeit überhaupt aus? Eigentlich zeichnen sich die Mannen um Sänger James LaBrie durch virtuose Gigs in Überlänge aus.Bis auf die Lightshow aufs Nötigste beschränkt, zelebrieren die Fünf nach dem obligatorischen Headliner-Foto und einem kurzen Intro in neun Akten ihre gesamte Kunst der Musik. Letztlich reicht die knapp bemessene Spielzeit aber aus um jeden Anwesenden zu überzeugen, dass es kaum einen besseren Ausklang für das RockHarz Open Air 2015 geben kann.

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