Municipal Waste/Hammercult/Funeral XTC

Municipal Waste + Hammercult + Funeral XTC // 23.06.2016 – K19, Kassel

30 Grad Außentemperatur, schwüle Hitze und mindestens 60 Grad im K19 zusammen mit 200 verrückten Metalheads. Beste Voraussetzung für ein Thrash Konzert der Marke „Auf-Die-Fresse“. Und nichts anderes wurde den zahlreichen Besuchern präsentiert. Schweiß und gute Laune.Den Anfang des Abends machten die lokalen Metaller von Funeral XTC. Der Stil der Formation ist etwas eigenwillig, da er quasi von klassischen Thrash und Heavy Metal Elementen, bis hin zu modernen und melodischen Einflüssen geprägt ist. Nichts desto trotz feuerten die Kassler den Besuchern ein Brett um die Ohre, dass von treibenden Blastbeats und donnernden Gitarren nur so strotzte – alles in allem ein Auftakt nach Maß. Belohnt wurden die Kassler von tosenden Applaus der (jetzt schon) klitschnassen Menge.Eine Band, die bereits in den letzten Jahren für Aufsehen gesorgt hatte, betrat nun die Bühne des K19. Hammercult aus Tel Aviv/Berlin luden zum Abriss. Mit einer brachialen Mischung aus melodischen Death Metal und Thrash Metal der alten Schule trafen sie exakt den Geschmack des bis zum Rand gefüllten Club. Frontberserker Yakir Shochat keifte seine ganze Wut ins Mikro und verlieh dadurch seinen Texten die passende Authentizität. Generell war die Show der internationalen Band ein perfektes Schauspiel und jeden Cent wert, den man an der Kasse zahlte. Ein besonderes Schmankerl war die Hommage an die verstorbene Legende Lemmy. Mit der Hymne von Motörhead „The Ace Of Spades“ eroberten sich die Männer so einige Fans in Kassel.Als der Headliner die Stage erklomm hatte man das Gefühl, dass das K19 gefühlt nochmals 200 Menschen aufgenommen hatte und es nochmal wärmer wurde. Von der ersten Sekunde an machten Municipal Waste klar, dass sie der unangefochtene Herrscher des Abends waren. Sofort legten sie Tempo an den Tag, dass bis zum Ende durchgezogen wurde. Rayne Waste zeigte sich in unbestechlicher Form und tobte wie nie über die Bühne und animierte von Song zu Song das Publikum erneut zum Moshen und Bangen – was eine Schlacht. 21 Tracks donnerten die Amerikaner den zahllosen Fans um die Ohren und brachten im wahrsten Sinne des Wortes den Club zum kochen. Eindrucksvoll zeigten die US-Boys, warum sie bereits so lange auf den Bühnen Europas und dem Rest der Welt unterwegs sind und immer mehr Fans erobern. Nach über einer Stunde Thrash Metal beendeten die Amerikaner ihre Show und die Saune leerte sich – was ein Abriss!

Notiz am Rande:

An dieser Stelle sei den Helfern und Helferinnen nochmal auf das herzlichste Gedankt, die trotz der subtropischen Temperaturen immer dafür gesorgt haben, dass ausreichend Getränke gekühlt vorhanden waren. Bei dieser Hitze kann man von Glück reden, dass keiner umgefallen ist. Alles in Allem (wie immer) eine verdammt geile Show!

Bericht: Jan Furious Anger

Veranstalter: Moshpitcrewcassel

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