In Legend

Wer sie noch nicht kennt, sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, „In Legend“ einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.„Keyboarder Daniel Schmidle erzählte uns Hintergrundinformationen zur Band, Storys rund ums Songwriting und Info´s über Ihr Album „Stones At Goliath“.

1.Für diejenigen die euch noch nicht kennen, beschreibt euch doch kurz einmal. Was macht euch als Band aus?

Wir sind jung, sexy und machen Hand Hammered Piano Craft.Rockmusik auf die Zwölf mit Melodie-Bögen die wir von Berlin bis nach Brasilien spannen.Wir haben zwei cholerische Pianisten aber keinen Gitarristen dafür ist unser Bassist 2,04m groß. Eure Ohren werden Augen machen.

2.Euer neues Album „Stones At Goliath“ erschien am 09.Januar diesen Jahres. Was können die Hörer von den 14 Songs erwarten?

Nach „Ballade´n´Bullets“, der ersten Scheibe die noch deutlich geradliniger und im Heavy-Metal verwurzelt war, hält sich „Stones At Goliath“ an weniger Genregrenzen fest.Bastian hat sich während dem Songwriting keine Begrenzungen gesetzt und so wurden bei den Aufnahmen dann ein Gospelchor, ein Kinderchor ein Männerchor (mit den Jungs von Van Canto und Orden Ogan), eine Violinistin, Benni der crowdsurfende Cellist der Letzten Instanz und Laura von „Sacramento“ aus Chile mit einbezogen.Die Songs der Scheibe führen den offenen Hörer durch viele Welten, musikalische Ebenen und geben auch Einblicke in unsere Weltwahrnehmung, mit Worten nicht einfach zu beschreiben da muss der Künstler eigentlich seine Kunst für sich sprechen lassen.

3.Wir wollen natürlich genauer wissen wie das Album entstanden ist. Wie viel Zeit habt ihr euch für das Songwriting genommen und wie ist euer Ablauf?

Bastian hat das Album in seinem Kern in ein paar Monaten in seinem Studio in Berlin durchkomponiert, dazu kommen aber auch noch ältere Stücke, „Empty Place“ z.B. schwirrte schon lange in Bastians Blaupausen umher.Der erste Schritt der Produktion war eigentlich aus den 19 Demosongs die Bastian der Band vorstellte 12 Songs auszuwählen um mit diese Auswahl dann in das Studio zu gehen.Da wir uns aber in dieser Phase vorkamen als würden wir unsere Kinder verstoßen, wurden alle Songs in Angriff genommen.Und sogar besagter Song „Empty Place“ fand, nachdem Ich die Demo-Version zufällig auf Bastians Laptop entdeckte, noch seine Umsetzung.Ansonsten war die Produktion sehr geradlinig: Drum-Aufnahmen zuerst, der Bass wurde eingespielt, die Chöre wurden aus-arrangiert und eingesungen und die beiden Gast-Streicher wurden drei Tage im Studio eingeschlossen.Wirklich viel Zeit verbrachten wir beim Mischen und bei der Soundfindung, bei der sich, nachdem alle Spuren schon vorhanden waren, eigentlich erst wirklich rausstellte in welche Richtung es gehen sollte, offener – experimentierfreudiger – und wirklich groß.

4.Welches ist euer persönlicher Lieblingssong auf „Stones At Goliath“?

Auf die Platte haben es ja tatsächlich nur 14 der 20 aufgenommenen Songs geschafft, die Auswahl kam aber nicht dadurch zustande dass wir bestimmte Songs bevorzugen.Wir haben bestimmt drei Monate lang überlegt was wir auf die CD packen und was nicht.In manchen Reviews wurde uns sogar angekreidet dass die Platte zu lang wäre.Lange Rede, kurzer Sinn – wirkliche Favoriten haben wir einfach nicht. „To new Horizons“ hat sich nach den ersten Konzerten als unfassbar schöner Live Song entpuppt und „Lonely“ hat einen großen Mitsingfaktor.(Da sind übrigens gerade alle Fans eingeladen ein Video von sich einzuschicken:

5.In der Musikindustrie ist ein stetiger Wandel und Entwicklung. Wie seht ihr das im Bezug auf den allgemeinen Rückgang der Platten Verkäufe? Besorgt euch das?

Da wir auch unabhängig von INLEGEND schon lange Musik machen gibt es natürlich viele Dinge und Entwicklungen die wir mitbekommen und erlebt haben.Und deswegen wollen wir eigentlich eine Weg gehen der uns unabhängig von Sorgen dieses Industriezweiges (Rückgang der durchschnittlichen Plattenverkäufe, Angst vor wirtschaftlichem Schaden durch Raubkopien etc.) macht.So wurde „Stones At Goliath“ als physische CD erst durch unsere Fans ermöglicht die uns bei unserer Crowdfounding Kampagne unterstützen und unsere angedachtes Ziel schon nach 5 Tagen erreichen ließen.Die Idee dahinter ist eigentlich ganze einfach, wir machen die Musik, die Fans helfen uns sie zu realisieren, keine Mittelsmänner – von uns für euch.Wir sind fest davon überzeugt dass das der Weg ist wie man in einem großen Beckenaus anonymer und schnelllebiger Musik(-Produkte, wie es ja so schön heisst) weiter die Möglichkeit haben kann Musik zu machen die einem alle künstlerischen Freiheiten lässt und bei der sich niemand aus bloßen wirtschaftlichen Gründen einmischt.

6.Was haltet ihr Gegenzug von Musik Streaming Plattformen wie zum Beispiel Spotify? Fluch oder eher Segen?

Wenn man Spotify rein rechnerisch betrachtet dann lohnt es sich für Künstler ein gutes Stück mehr als z.B. herkömliches Radio das nicht nach einzelnen Plays sondern nach „Airplays“ , mit einem bestimmten Durchschnittspublikum, bezahlt.Ich selber komme emotional aber einfach nicht um Platten herum, ich finde das Artwork und die ganze Aufmachung wichtig und ich komme nicht darauf klar die Musik ganz davon losgelöst zu betrachten.Oft hört man von Musikern und Leuten aus der Musikindustrie zu Spotify etc. soetwas wie: „zum Leben zu wenig zum Sterben zu viel“ ich glaube aber, dass das Problem nicht ein Programm oder Verkaufsmodel sondern eher ein gesellschaftlich kulturelles ist: Mag ich die Musik eines Künstlers so gerne, dass ich bereit bin mich auch finanziell daran zu beteiligen dass der Künstler vielleicht weiter Musik machen kann?Da ist dann das Mittel tatsächlich auch egal, Streaming – Download – Platte – Merchandise.Wenn sich jemand auf unseren Konzerten z.B ein Shirt kauft dann können wir von dem Gewinn 80 Km mit unserem Bus fahren, dass bringt uns dann auch im wahrsten Sinne des Wortes weiter.

(den Merch gibt’s übrigens auch hier: https://www.fairmondo.de/users/inlegend

7.Was habt ihr euch für Eure Zukunft vorgenommen?

Weiterhin mit dem selben Herzblut Musik zu machen – ausserdem wollen wir irgendwann das Wembley Stadion ausverkaufen und ich persönlich möchte gerne mal drei Ziegen und ein Mini-Schwein haben.

8. Zum Schluss noch eine sehr wichtige Frage! Wann kann man euch Live sehen?

Wir bekommen gerade die ersten Termine für den Sommer und haben für den Herbst auch eine kleinere Tour geplant.Auf stones-at-goliath.com könnt ihr euch zu unserem Newsletter anmelden damit ihr immer up-to date bleibt und auch auf https://www.facebook.com/inlegend halten wir euch auf dem neuesten Stand.

Vielen Dank an das ThePlaceTeam für das schöne Interview und an alle die sich die Zeit genommen haben es zu lesen, wir freuen uns wenn ihr reinhört oder direkt bei eines Show mit uns feiert!

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    stones-at-goliath.com

 

                                                                                                                                                                                                                                                         Autor: May Maybe

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