I follow Falko. Triggerfinger Tourstart @ Faust/Hannover

Triggerfinger, der Gentlemensclub des Rock, hätten nicht einen Ton spielen müssen, und dennoch hätten die Belgier damit vollkommen ins Schwarze getroffen. Ein Charaktertrio wie frisch aus Herrenausstatter gepellt, mit ordentlich Cojones,  vom Eau de Toilette bis hin zum goldenen, auf Equipment und Bühnenflitter abgestimmtem Gitarrengürtel, von der Schuh- bis in die verruchte, Beckenleckende Zungenspitze. Ein Genuss mit Stilgefühl in jeder Hinsicht.

Als Support hatte sich Mr. Ruben Block (voc. & guitar), Sir Mario Goossens: (drums) und Monsieur Paul (bass), ROONA geladen. Das Hamburger Soul-Punk-Bossanova-Gespann hatte musikalisch weit, weit mehr zu bieten, als den Ohrwurm Camera, denn hier schmeichelte sich die Stimme der zauberhaften Milo in die Melodien und verbreitet frische Retroklänge. Ein gelungenes Vorspiel.

Triggerfinger machten ihrem Namen „the loudest band in Antwerp“ alle Ehre. Hier wartete niemand auf das berühmte Lykke Li Cover „I follow rivers“. Ein Gentlemens Agreement, beruhend auf saitenweise handgemachter Musik, Charisma, Soundbrett und bombastischer Lichtshow.

So ließen es sich Monsieur Paul und Ruben Block nicht nehmen, Drummer Mario Goosens eigenhändig in portable Lichtkegel zu tauchen, über die Bühnenträger zu klettern und damit dem Drummteufel ein höllisch gutes Szenenlicht zu verpassen.

Zugabe! Da war ja was. I follow Jeannny. Die Eigen- und Reinterpretation des Lykke Li Covers, mit perfekt deutscher Aussprache, österreichischer Betonung macht die musikalische Vielfalt und Gänsehaut an diesem Abend in Hannover perfekt. Wer kann, sollte sich von Triggerfinger finden lassen…

 „Mach mich nicht an“

Aber du warst durchschaut, Augen sagen mehr als Worte

Du brauchst mich doch, hmh?

Alle wissen, daß wir zusammen sind ab heute

Jetzt hör ich sie! Sie kommen

Sie kommen, dich zu holen

Sie werden dich nicht finden

Niemand wird dich finden, du bist bei mir!“

 

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