Halle39 (Herzblut- Festival) No.1

In Hildesheim, so heißt es, entsteht viel, weil es wenig gibt.Schon kurz vor 19:00 Uhr zeigt sich, dass das Herzblutfestival mit Hildesheim einen guten Stand gewahlt hat. Lange Schlangen, gute Laune, schöne Menschen.„Let’ s go“! Das „Indoor Festival“ in Hildesheim öffnet seine Türen. Abgesehen von ein paar Anlaufschwierigkeiten – ein kleiner organisatorischer Schlamassel, der nicht tragisch ist –, startet das HERZBLUT insgesamt gut organisiert und auch das Line Up kann sich sehen lassen.Ein Abend so außergewöhnlich wie seine Bands.Drei davon sind erfolgreich im „Neue Deutsche Härte“ Genre vertreten, but „what the Fuck is that?“Eine Cover Rock Band im AC/DC Style?Gewiss, die Band Hellfire liefern den ZuschauerInnen eine tolle Show, eine geile Bühnenperformance, ob sie jedoch in das Line Up bzw. in das Bild dieses Festivals passen, darüber ist man geteilter Meinung. HERZBLUT das sind Ost+Front mit ihrem schaurig düsteren, blutverschmierten Auftritt. Der absolute Hinkucker an diesem Abend. Patrick Lange, alias Herrmann Ostfront, ist der Frontmann dieser skurrilen Band, die nicht nur visuell ansprechend, sondern als brachiales Plus im Genre „Neue Deutsche Härte“ längst nicht mehr unbekannt ist. HERZBLUT das sind Stahlmann, die in den letzten Jahren erstaunlich schnell die Karriereleiter erklommen und aus der Szene kaum mehr wegzudenken sind.Selbst geringe technische Probleme mit dem Mikrophon können ihrer Show nichts anhaben und werden von Frontsau Martin Soer professionell überspielt. Er weiß sich zu präsentieren. Auch visuell überraschen Stahlmann. Fans der ersten Stunde wissen, dass die Band üblicherweise in Silber auftrat, insofern fällt dem gestählten Auge der gedecktere Stil, das Stahlgrau natürlich auf. Prädikat: Geile Show.HERZBLUT das sind Eisbrecher. Mit voller Kraft und harten Gitarrenriffs, der Headliner an diesem Abend. Alexander Wesselsky begrüßt das Publikum mit „Hallo Hildesheim“. Charmant und witzig zugleich, durchaus ein ansprechendes Wiedererkennungsmerkmal für einen Frontmann in der Szene der „Neuen deutschen Härte.Natürlich fehlte die Eisbrecher- Bandbesetzung Jürgen Plangger  nicht.Plangger, der mit seiner Band „A Life Divided“ am Vortag mit „Unheilig“ in Bochum auf Tour gewesen ist und ein Tag später nach Göttingen schrammte, bekommt dafür prompt „Ein großes Lob“ und im gleichen Atemzug ein trocken humorvolles „du wirst schon sehen, was du davon hast“ hinterhergelacht.„Du bist ein Miststück“, ein erfolgreicher Hit aus seiner Megaherz Zeit, kommentiert dies bestens und darf auf solch einem Abend nicht fehlen.Insgesamt ein spektakulärer Abend und wir dürfe gespannt sein, wann dieses Festival das nächste Mal stattfindet.

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