Eskimo Callboy

Zum Jahresanfang 2015 präsentieren wir Euch eine Band!Wer sie noch nicht kennt, sollte sich auf jeden Fall die Zeit nehmen, „Eskimo Callboy“ einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.Wir trafen sie in Kassel, bei Ihren Tour-Abschluss 2014 zu einen sehr entspannten, lustigen und ziemlich langen Interview. „Sushi“ Biesler und Kevin Ratajczak erzählten uns Hintergrundinformation zur Band, Storys rund ums Songwriting und erste Infos zum nächsten Album!

Wie würdet ihr Euch / Eure Musik beschreiben für jemanden der euch nicht kennt bzw. was macht Euch als Band aus ??

Kevin: Als wir mit der Musik angefangen haben, haben wir uns Gedanken gemacht wie es mit Es…………..

Kevin zu Sushi (fasziniert von Essensfotos auf Instagram):

Pack das weg jetzt, Alter.

Pass auf drück drauf, mach es weg.

Können wir gleich gucken, Alter!

Das irretiert mich auch, weil ich immer drauf gucke.

 Kevin: …hatten wir uns echt Gedanken…

 Kevin zu Sushi: Was geht denn jetzt, Alter?

Links, rechts, oben, unten!

Das lenkt alle ab hier! Leg das weg, hier her

Wir mochten die Atitude nicht, die beim Metal vorher schon war, dass man immer so böse gucken muss und alles. Alles ist so auf das „Harte-Leute“-Image geeicht und wir wollten das mit guter Laune verbinden.

Wir wollten harte Mucke mit guter Laune machen und so ist das eigentlich entstanden.

Sushi: Gute Laune mit harter Mucke 🙂

Kevin: Ja Ja, Breakdowns, harte Mucke, aber mit Metal zum Tanzen.

Ihr schreibt aktuell an neuen Songs für das kommende Album, welches nächstes Jahr raus kommt?? Habt ihr evtl. schon mitbekommen, was die Fanbase für Erwartungen an Euch und an Euer Album hat?

Sushi: Ich glaub viel schlimmer sind die Erwartungen die wir an uns stellen.Man hat immer etwas Schiss, man schreibt grad neue Songs, kommt da wieder so rein und man weiß nicht „Ist das geil was wir grad machen?“.Man hat echt Schiss, dass das nächste was man abliefert einfach nicht so gut ist wie das davor. Und das ist immer bis zum letzten bisschen so, bis zum Release, da hab ich das selber ganz ganz stark.Man fragt sich: „Gefällt es den Leuten? Gefällt es dir eigentlich selber?“

Kevin: Man möchte es immer besonders machen! So ein Songwriting für ein Album ist immer so eine Momentaufnahme.Du hast ja nicht immer Bock auf das gleiche, aber wenn dich Leute auf Grund deiner Musik kennen, dann erwarten sie auch immer etwas Spezielles.Bei uns ist das in diesen Fall, Eskimo Callboy ist immer total verrückt, also müssen sie auch was total verrücktes auf Ihren Platten machen.Dann hinterher bist du mit dem Album fast fertig und du selber empfindest es noch nicht als verrückt genug.Und ehrlich gesagt „haut es dich noch nicht vom Hocker“.Aber meistens – und das war auch beim Album „Wer Are The Mess“ so! – entsteht alles in den letzten paar Wochen.Wenn du eine Deadline hast, lässt du dir Zeit bis zu den letzten vier Wochen, und dann macht es auf einmal „schnipp, schnipp, schnipp“ und die ganzen Sachen, wo du dir total unsicher warst, werden auf einmal geil und so ist es jetzt auch.Bis vor zwei oder drei Wochen war ich echt noch so „da fehlt noch was!“ aber jetzt mittlerweile mit dem letzten Song den wir geschrieben haben denke ich: richtig geil!

Ist auf dem Neuen Album irgendetwas Besonderes im Vergleich der letzten beiden Alben evtl. ein besonderes Merkmal?

Sushi: Das Ding ist ja, wir sind zu einen größeren Label gewechselt und die Uhren Ticken da etwas anders.Ich mag es eigentlich mehr abgefuckt, aber für mich klingt die Neue Platte sehr sehr rund und sie ist sehr poppig geworden.Ok man kann sagen da sind so paar „Ausreißer Songs“ die sehr sehr hart sind, aber man kann nicht sagen das es irgendwo eine grobe Masse ist, in der du von allem ein bisschen hast.Es ist mehr so „harter Song, harter Song, Popsong…“

Kevin: Die Schere geht weiter auseinander, habe ich das Gefühl. Was ich damit sagen möchte ist, wir haben schon bei dem Album „We Are The Mess“ sozusagen „Ausreißer Song´s“,so nennen wir sie immer, auch intern.Wir haben Songs die typisch Eskimo Callboy sind, wie „Monsieur Moustache vs. Clitcat“, „Is Anyone Up“ oder „We are the Mess“.Sowas haben wir auf dem neuen Album auch wieder, aber es sind tatsächlich auch Songs drauf, die so „Spitzen“ sind. Wir sind ja dafür Bekannt, das wir öfters Bock haben was anderes auszuprobieren.Wie Sushi schon sagt, da sind Songs drauf die sind mega poppig und Songs die sind mega hart und…

Paul: So ein bisschen die extremen ausprobieren?

Kevin: Ja genau! Und das haben wir jetzt auch gemacht.

Ihr ward ja schon im Studio! Einige Bilder konnten Eure Fans ja sehen, durch Postings auf Instagram oder bei Facebook. Wie sieht euer Studioalltag aus? Wie genau geht ihr vor?

Sushi: Das Ding ist wir produzieren den größten Teil selber, da wir das Glück haben ein eigenes Studio zu besitzen. Die meiste Zeit hängen wir dort aber ab, und versuchen irgendwie Musik zu machen :)Aber in der Regel ist der Ablauf, das wir sagen „ heute fangen wir um 10 Uhr an“, aber bis alle im Proberaum sind ist es 16 Uhr.Dann zeigen wir uns zwei Stunden irgendwelche dumme Instagram Videos und um 18 Uhr fällt uns auf „Oh, eigentlich müssten wir mal so langsam Musik machen“.Dann nehmen wir auf, bis 20 Uhr und in den meisten Fällen ist das so, dass wir denken „ oh, wir haben heute eigentlich wenig geschafft, wir müssen morgen besser sein und am nächsten Tag ist es das gleiche.

Kevin: Das ist immer das selbe. Das Problem ist immer das Kreative arbeiten! Nehmen wir ein bspw. den typischen Buchhalter.Er hat seine Sachen, die arbeitet er ab und am Ende seiner Arbeitszeit weiß er was er geschafft hat, aber kreativ arbeiten läuft so nicht.Du kannst dich nicht ins Studio setzen und sagen „jetzt fällt mir der absolute geile Song ein“, der kommt einfach irgendwann.Du sitzt dann da und verschwendest viel Zeit, aber das ist Notwendig! Wir haben schon versucht an einen Song effektiv zu arbeiten, aber wir haben festgestellt: Das geht nicht!

Sushi: Im effektiv trinken sind wir besser 🙂

Kevin: Du hast manchmal die geilsten Songs, die sind einfach da, Bumms! Die schreiben wir an einen Tag runter und wiederum andere Songs die brauchen eine Ewigkeit.Ein Bsp. ist der Song „Ghosts of the Night“ vom letzten Album! Der hat richtig geil angefangen, dann lag er einfach Monatelang quasi auf der Warteliste, von wegen „to do“.Dann rückte die Fertigstellung vom Album immer näher und wir dachten uns „ Oh Oh! Wir müssen nächste Woche fertig sein!“ und dann fällt dir nichts mehr zu ein.Das ist ein typischer Song vom Schlag „hätte geil sein können, ist aber scheiße“.

Sushi zu Kevin: du bist so poetisch, wenn du die Beine übereinander schlägst….:)

Paul: Seine feminine Seite 🙂

Ihr habt es ja schon erwähnt! Habt ihr ein oder zwei Studios?

Sushi zu Kevin: Haha du hast sogar den Finger abgespreizt beim trinken,

was geht den bei dir ab? 🙂

Kevin:Wir haben ein Studio, das ist quasi so ein großer Komplex mit sehr vielen Proberäume und vorne haben wir…

Sushi: Eine Gymnastikhalle 🙂

Kevin: …ein Wohnhaus, hinten sind viele Lagerhallen………

Sushi: Ich glaube das waren mal ein Bürogebäude.

Kevin: Wir haben einen Eingang mit zwei großen Räumen, in den einen befindet sich unser Studio und aus den anderen… Wir sind ehrlich, wir Proben kaum, wir sind so viel auf Tour und…

Sushi: Wir sind so buisy 🙂

Kevin: SO buisy, Wir haben so gar keine Zeit 🙂

Paul: Also probt Ihr nur immer kurz vor einer Tour so ein zwei Mal?

Sushi: Ja, bei den ganz neuen Sachen die noch nicht so ganz sitzen wie z.B. CRYSTALS , trifft man sich schon Mal und probt auch. Nicht dass das Set so beschissen wird wie man es kennt. Ja, also wir proben schon ab und zu!

Kevin: Nur zwischen den Touren und während den Touren probst du nicht. Vor den Touren bereitest du Dich vor wenn du neue Sachen ausprobierst.

Sushi: Außerdem bist Du auch mal froh, wenn Du mal ein paar Tage unterwegs bist.

6.Was ist Euch lieber, Songs schreiben oder auf der Bühne die Sau raus zu lassen ?

Sushi: Auf der Bühne, auf der Bühne!

Kevin: Neeee

Sushi: Doch definitiv! Das Ding ist einfach, du erreichst beim Songwriting, so geil wie das auch ist, irgendwann den Punkt wo aus Songwriting einfach Arbeit wird.

Nämlich, wenn du einen ganzen Packen „Songs“ hast, musst du alles neu einsingen und Live ist alles fertig.

Du hast Zeit deinen Schnaps zu trinken, dann ist der Jappo da und alle haben gute Laune. Dann gehst du auf die Bühne und trinkst noch mehr Schnaps, machst Party mit Leuten… und das finde ich persönlich angenehmer, weil die Arbeit schon getan ist.

Kevin: Ja ich weiß was du meinst, da gebe ich dir auch vollkommen recht. Aber für mich ist das immer so ein Ying & Yang, wenn ich das mal so sagen darf.

Sushi:Ach du je

Kevin: Nein, Nein, Nein pass auf! Momentan befinden wir uns auf einer Weekendtour d.h. wir haben nur kurze Tourblöcke und du bist immer wieder zu Hause! Hab mal eine Tour, so wie in Amerika! Du bist ein Monat weg und du freust du dich wieder auf zu Hause. Deswegen ist es für mich das Songwriting auch sehr angenehm. Genauer gesagt „Der Musiker“ ist immer ein extrovertierter Typ, in den meisten Fällen! Du bist kreativ, du bist einer der krassesten, weißt du wie ich meine?Was ich damit sagen möchte! Du kannst das beides nicht vergleichen, weil das ist genauso die gleiche Frage wie: Festivalshow oder Clubshow?

Paul: Ja richtig, hat beides seine Vorzüge

Kevin: Ja es ist so! Ich mag es auf der Bühne zu stehen, aber bin dann auch der, der sich gern in den Mittelpunkt stellt und seine Musik zeigt.

Sushi: „Oh er hat es offiziell mal zugegeben!“

Kevin: „Ich bin Löwe, das war nie in Frage gestellt“

Sushi (nachäffend): „Ich bin Löwe!“

Kevin: „Ich glaub an Sternzeichen!“

Sushi: „Ich bin äh Panda!… Koala, sorry!“ 🙂

Kevin: Du stellst das da, wofür du gearbeitet hast, aber auf der anderen Seite will ich auch kreativ arbeiten und auf der Bühne sind wir beide zwar improvisationstechnisch ganz hoch im Geschäft, wenn wir unsere Scheiße labern, aber das ist nicht kreativ in diesem Augenblick. Diese Kreative Arbeit wurde ja schon im Studio vollbracht. Deswegen brauche ich das als Ausgleich.

Sushi zu Kevin: Ich find das so geil wie du da mit deinem überschlagenen Bein…

Kevin: Das ist nur ein Interview, das sieht man nicht…

ich mach jetzt mal so (setzt sich breibeinig hin)

Kevin zu Johanna: Du nimmst ja nur den Ton auf, oder?

Wenn ich das nicht wüsste, würde ich denken Du filmst die ganze Zeit meinen Schritt!

Kommen wir zurück zum Songwriting. Ihr habt ja gesagt, dass ihr länger für einen Song braucht und mal ist er schlagartig da, aber woher bezieht Ihr Eure Inspiration? Weil grundsätzlich handeln eure Texte ehr von Party, Sex und Alkoholexzessen. Aber ihr habt auch z.B. „Snow Covered Polaroids“, das ist ja ein ernsterer Song oder auch „Never let you know“. Woher bezieht Ihr Eure Inspirationen?

Sushi: Das Ding ist halt so: Bei all der Party verschließen wir auch nicht die Augen, wir sind ja auch echte Menschen mit echten Problemen…

Kevin: Warte! Gibst du jetzt meine Antwort??

Sushi: Ja, warte, ich habe grad die Beine übereinander geschlagen 🙂

Sushi: Der Punkt ist einfach, auch wenn es immer Party ist …“Kevin! Auch wenn das Deine Antwort ist“

Kevin: Ja eben ich merke das gerade…. Mach weiter 🙂

Sushi: Wir sind ja nicht intolerant! Wenn wir da jetzt kleine Nazis großziehen würden da draußen… ne warte ich müsste jetzt sagen, dass die Leute uns zum Teil als Sexisten sehen…

Paul: Stimmt! Das war ja sogar ein Mal der Grund wieso ihr von einer Veranstaltung ausgeladen wurdet.

Sushi: Ja genau! Bei einem Festival von meinem Cousin. Aber ne, die Sache ist die, bei der Thematik gibt es nur die Punkte Party, Saufen, Ficken.

Irgendwann bist du am Ende, verstehst du? Eigentlich, ist es immer songabhängig. Wenn du einen Song hast, dann hast du immer eine Vorstellung bzw. einen Film im Kopf z.B. wovon der Song handeln könnte.Das Ding ist, wir genehmigen uns auch mal eine kleine Auszeit, von der ganzen Partykacke und schreiben auch gern mal einen ernsten Text.Auf „We Are The Mess“ befinden sich einige ernste Texte die auch irgendwo was mit uns zu tun haben, auf der neuen Platte jetzt auch.Der Rest ist da um Geld für Schnaps zu verdienen…“Für Schnaps, von irgendwas muss man ja Leben“. Das wird genauso, auf der Neuen Platte sein.

Kevin: Ich habe dazu noch eine kurze Anekdoten!

Sushi: schlägst du bitte die Beine übereinander?

Kevin: Pass auf! Als wir anfingen und immer größer wurden und mehr Leute uns angehört haben, da merkst du, das ist alles witzig was wir machen, alles so auf gute Zeiten, nichts so ernst nehmen. Aber wie schon Sushi sagt: Man kann die Augen nicht verschließen. Wie merkten auf einmal, dass wir Einfluss hatten.

Sushi: „Ausfluß!

 Kevin: Ja auch Ausfluß!

Kevin: Aber Du hast Einfluss auf Leute, die Leute zitieren Deine Texte. Diese coolen Zeiten möchte man nicht missen, da stehen wir auch hauptsächlich für, aber es ist auf Dauer langweilig immer nur dasselbe zu machen.Ich weiß noch ganz genau – das hört sich jetzt ein bisschen blöd an – wir waren in Österreich auf einem ganz kleinen Festival, nichts Besonderes oder so.Wir sind keine Hardcore Band und wir sind auch nicht politisch engagiert und so, das sollen andere machen.

Sushi: Was hast du mal gesagt? Wir scheren uns nicht um die Weltprobleme, das sollen andere machen!

Kevin: Genau, da gibt es andere! Wir beschönigen nichts und wir wollen nicht die Augen davor verschließen, aber das ist nicht unser Metier! Aber der Jasper von „ A Traitor Like Judas“…

Paul: Sehr cooler Typ!

Kevin: Richtig cooler Typ! Das ist eine von ganz ganz wenigen Hardcore Bands in Deutschland, die nicht nur mit dem Finger zeigen und sagt ihr seid alle kacke, sondern das sind welche die auch wirklich aktiv was machen!

Sushi: Die Beschäftigen sich mit dir als Person!

Kevin: Ja richtig! Der meinte zu mir „Du Kevin, ohne Scheiß, Mucke hin oder her.

Ihr habt so großen Einfluss auf die Leute, es ist echt schade, dass ihr nicht mal eine positive Massage sendet.“ Das ist mir im Kopf geblieben.

Das heißt jetzt nicht das wir uns komplett umkrempeln, wir machen immer noch unseren Scheiß mit den Jungs , aber es ist auch wichtig, die schönen Dinge im Kopf zu behalten und sich vieles bewusst zu sein wie gut es einem eigentlich geht und sowas.

Wie schon erwähnt „ Nur Party ist auch scheiße und Langweilig“.

Paul: Aber es lockert die Livekonzerte auf.

Kevin: Ja, siehste!

Gibt es allgemein irgendwelche Musiker mit den ihr was Musikalisch zusammen aufnehmen würdet? Ihr habt ja auf der aktuellen Platte z.B. ein Feature mit Deuce und BastiBasti von Callejon.

Sushi: Helene Fischer! Einfach um sie zu treffen….. „Dat Mäuschen“ vielleicht rutschen wir dann auch aus 🙂

Kevin: Das ist mal eine schwierige Frage, weil wenn du…..

 Sushi: Sag doch einfach Helene Fischer

 Kevin: Neiiin, wäre zu einfach.

 Sushi: Willst du nicht mit Helene Fischer, man…

 Kevin: Doch aber Helene Fischer ist auch produziert, seit ich…….

 Sushi: Die ist doch nicht produziert, die ist doch hübsch….

Kevin: Seit ich von Helene Fischer gehört habe, das sie selber , am Anfang Ihrer Karriere kein Bock auf Schlager hatte….

 Sushi: Näää?……..die Helene??

 Kevin: Das ist so, keine Ahnung, sie passt perfekt rein in dieses Saubermannimage

 Sushi: Ganz ehrlich, ganz ehrlich sie ist ne Drecksau und sieht geil aus

 Paul: Das wäre ein ganz schön krasser Kontrast, wenn ihr was mit Helene Fischer anfangen würdet!

 Kevin: Welcher Film ist das nochmal mit Jürgen Vogel? Wo sich das Volksmusikpaar, so bayrisch tut und irgendwann streiten die sich und der Typ versteckt sich.

 Sushi: Kokowääh

 Kevin: Ja genau den Style, er versteckt sich im Schrank und schaut ihnen zu, wie sie sich ruhrpott-assi-mäßig streiten.

So stelle ich mir das bei Helene Fischer und ihren Florian vor.

 Sushi: Ich glaube Helene ist ne ganz lockere

Kevin: Helene tut immer so, etwas sexy aber trotzdem noch so, dass die Katholiken

sagen,“ eigentlich ist sie eine ganz liebe, aber n bissel Sexy“.

Ich schwöre es dir die reitet den Florian, wie ein Gaul. Ich schwöre es dir, da ist nix mehr „ich bin die Süße Helene“.

 

Sushi: Die zieht im dat Silber ausm Eisen!

 Kevin: Nein aber jetzt auf Künstlerische Ebene, fällt dir irgendjemand ein, mit wem du gern was machen wuerdest?

 

Sushi: Mit Dir ………:)

Kevin: Mit mir ????

Sushi: Kevin Ratajczak

Kevin: wir haben noch nie zusammen gearbeitet künstlerisch, deswegen finde ich das für´s Neue Album vielleicht mal schön, wenn wir zusammen arbeiten.

Sushi: Ich möchte einmal mit unserem Guitar-Tech Jappo, einmal einen Song, auf der Bühne, einen Song mit Jappo als Gitarrist!

Kevin: Ich stehe total auf den alten Death Metal, deswegen Chris Barnes von Six Feet Under oder Cannibal Corpse. Chris Barnes, der Typ ist eigentlich im Grunde tot!

Paul: Ähnlich wie bei Lemmy von Motörhead.

Kevin: Ja! Wie der sich anhört, wie der redet!

Sushi: Mit Lemmy! Mit Lemmy!

Kevin: Ich hab die Musik früher gehört.

Sushi: Mit Dani Filth!

Paul: Der ist doch noch einigermaßen in Schuss?

Sushi: Ne gar nicht mehr! Der ist so fett geworden, klein war er schon immer. Alter Dani Filth der ist so richtig abgelutscht.

Kevin: Dani Filth wär auch ganz geil… Chris Barnes…

Sushi: Mit Ville Valo!

Kevin: Ville Valo?

 Paul: Mega cooler Typ!

 Kevin: Hast Du ihn schonmal getroffen?

 Paul: Ne, aber ich hab ihn schonmal mit HIM live gesehen.

Ist auch mein Lieblingssänger und HIM eine meiner Lieblingsbands.

Ich mein, ich hab das hier auch nicht umsonst (zeigt sein Heartagram Tattoo auf der Brust)

 Kevin: Boah Wahnsinn!

 Sushi: Alter geil ein Heartagram!

Wollte ich schon immer mal irgendwo haben! Find ich geil!

 Kevin: Aufm Sack!

 Sushi: Das ist so ein Ding, weißt du? Tattoos im Intimbereich, da gucken die Frauen ja immer, Da musste ein bisschen dran denken. Aber ich glaube wenn du ein Heartagram aufm Sack hast, ist das so ein Indiz dafür, dass Du ein romantischer Typ bist. Super! So „Funeral of Heart“-mäßig! Da kommt bestimmt mal der Spruch so „Oh, was hast du denn da? Ach ein Heartagram? Dann musst du jetzt aber auch nen Song singen!“

 Kevin: Oder „Ohne Scheiss?

Du hast ein Heartagram?

Ich glaub ich blas dir einen!

 Sushi: Neeein das wird jetzt zu sexistisch wieder!

Ihr haltet nach wie vor viel Kontakt zu den Fans, auch wenn Ihr mittlerweile größer seid. Wie wichtig ist Euch der Kontakt zu den Fans?

Kevin: Mega

Sushi: Das ist schon Mega wichtig! Das wird zwar immer schwieriger, weils auch immer mehr wird, aber wir versuchen es so gut es geht irgendwo halten zu können.

Grade in Russland sind die Leute bisschen spezieller und verrückter drauf, das ist manchmal wirklich nicht so einfach. Ich sag immer: Du kannst als Band so viel abreißen, wie du willst, hättest du nicht die Fans, die vor der Bühne stehen und Party machen, wärst du ein Scheiß Dreck.

Diese Situation hast du als Band immer im Hinterkopf, deswegen sind unsere Fans sehr wichtig und wir versuchen den Kontakt weiter zu pflegen.

Ich hab selber, als ich noch ein kleiner Bub war, damals immer den Bands und Musiker, die ich geil fand, auf MySpace oder per Mail angeschrieben.

Mein Papa hat mir damals auch immer die Rockpalast Videos aufgenommen und ich dachte mir immer „irgendwann möchte ich da mal sein!“

Aber ich hab mir dann mal gesagt: „Wenn ich in so einer Situation bin und dich Leute geil finden, dann verhältst du dich anders!“ Das ist für mich ein Grund, anders mit der Fangemeinde umzugehen und den Kontakt zu den Leuten zu halten.

Sushi: Obwohl mein größtes Idol, der Kevin Ratajczak mir nie zurück schreibt! 🙁

Kevin: Das ist schon richtig was Sushi sagt, aber sind wir mal ehrlich… mittlerweile kann ich es verstehen, dass sich einige Bands im Backstage vergraben.

Du bist 16 Tage auf Tour, dann kommt jeden Abend der große Fanansturm, du weißt in diesen Moment nicht wo du hinschauen sollst.

Ich sag es mal so, wir sind keine Arschlöcher bzw. wir wollen keine sein und wir sind auch nicht so dass wir sagen „hey, verpiss dich mal“ oder so.

Wir versuchen, bei jedem Mal zu sein, aber manchmal überfordert das einen total. Bei einer der letzten Shows war einer z.B. richtig böse, nur weil ich nach der Show duschen gewesen bin.

Die müssen sich auch mal in uns versetzten und sich vorstellen: Du bist auf Tour; Du musst zusehen, dass dein Bühnenoutfit trocken wird, das du auf der Bühne grad vollgeschwitzt hat, damit das nicht anfängt im Bus zu schimmeln oder sowas.

Das ist klar, dass man nach so einer Show kurz duschen möchte, das ist doch selbstverständlich, aber für manche ist das einfach zu viel.

Da uns der Kontakt, aber zu unseren Fans sehr wichtig ist, versuchen wir es trotzdem auf unterschiedliche Art und Weise, egal ob das bei Facebook ist oder irgendwelchen anderen sozialen Netzwerken ist oder eben live nach einer Show.

Paul: Da gibt es doch auch z.B. so eine Seite auf der Ihr manchmal einen Live Videochat macht wo Euch die Fans schreiben können?

Kevin: Ja richtig! Younow!

Sushi: Das müssen wir echt mal wieder machen, auf Younow!

Kevin: Das ist ganz cool. Aber auf Plattformen wie facebook, oder vk – das ist ja für Russland/Osteuropa – da versuchen wir immer die Nachrichten die wir bekommen zu beantworten. Wenn mich jemand z.B. mit

„Hey Kevin! Ich habe eure Show gestern gesehen, kannst du verraten wie macht ihr das oder das.“ Dann schreibe ich denen auch zurück!

Aber wenn dann so Fragen kommen wie „hey, wie geht es Dir?“ und das hat man dann mindestens fünf, sechs, sieben Mal und wenn du nicht reagierst kommt sowas wie „Warum Antwortest du nicht? Bist du ein Arsch?“ verstehst du? Das ist schwierig irgendwann.

Sushi: Dazu habe ich noch eine Anekdote zu erzählen!

Ich habe irgendwann mal damals eine Ex-Freundin gehabt. Ich hatte mir eine blonde Perücke aufgesetzt, alle Piercings versteckt und sie hat mich so richtig wie eine Frau geschminkt und dann habe ich den Kevin, das Bild geschickt…

 Kevin: Ne ne ne erzähls richtig! Erst war es der Jan!

Du erzählst es immer falsch rum.

 Sushi: Stimmt ich habe erst dem Jan das Bild gezeigt und er meinte dann “Ey, was ist das denn für ein süßes Mäuschen“

… Jan ist dann voll drauf reingefallen

 Kevin: Ja ich bin nicht drauf reingefallen

 Sushi: Ach komm! Du wolltest mich daten!

 Kevin: Nie im Leben! Du erzählst das immer falsch!

 Sushi: Du hast gesagt „Ey die ist gar nicht mal so schlecht, die sieht ganz gut aus, die muss ich nackt sehen!“

 Kevin: Ey alter das ist der Standartspruch, wenn mich einer fragt „wie findest du sie?“

 Sushi: Du wolltest mich Vögeln

 Kevin: Nein, nein, nein. Sushi hör mal zu, ich wollte dich vögeln weil ich dich erkannt habe!

 Ihr wart im Frühjahr in Japan im Rahmen der „Geki Rock Tour“ in Nagoya, Tokyo und Osaka. Japan ist ja immer so ein Land für sich. Sind die Fans deutlich anders als in den USA, Osteuropa oder Deutschland?

Sushi: In jedem Land sind die Fans unterschiedlich. Das ist das witzige.

Kevin: Wir sagen das mal so, wir bringen Deutschland/Europa vom Verhalten in die Mitte, Russland ist eher so am ausrasten, teilweise ohne Rücksichtnahme auf andere und Japan ist da ganz anders, die nehmen total viel Rücksicht und sind sehr höflich…

Bestes Beispiel: In Deutschland ist es durchschnittlich laut, die Leute rasten aus, gehen auch manchmal auf die Bühne und springen wieder ins Publikum. In Russland gehen Fans auch Mal auf die Bühne, und reißen dir gleich an den Gitarrensaiten rum.

Sushi: und klauen dir die Mütze!

 

Kevin: und in Japan ist es so, wenn du eine Ansage machst ist es richtig still, mucksmäuschenstill.

Sushi: Als Sänger bist du total überfordert. Bei den anderen Konzerten ist es so, dass die Leute dich und dein Gesabbel übertönen.

Paul: Applaudieren sie wenigstens?

Sushi: Ja die Japaner klatschen, aber eben typisch japanisch! Und die verstehen dich nicht! Du liest da deine Ansage auf Englisch ab und die verstehen dich einfach nicht. Und dann sagst Du auf Japanisch „Aishiteru Japan!“ und alle rasten aus! Sie haben ein ganz anderes Auffassungsvermögen, als die Deutschen.Was auch Interessant ist: In Deutschland ist das oft so, wenn du gefragt wirst, was man beruflich macht und du antwortest „ Ja, ich bin Musiker.“ Bei dieser Aussage denken einige „Ok, Hartz4“ und in Japan ist es einfach anders bzw. wirst du anders angesehen, fast so als ob du ein Arzt bist oder so.Die Leute kommen zu dir, du schenkst Ihnen einen Sticker und sie rasten vollkommen aus.Sie haben einfach eine andere Wertschätzung, als die Leute in Deutschland. Was ich auch bei den Japanern wirklich toll finde ist, dass es denen egal ist wie alt du bist. Jede Altersklasse wird respektiert, jeder beschäftigt sich mit jedem, egal ob du jünger oder älter bist. Wir fühlen und einfach total wohl in Japan.

Kevin: Ich freu mich schon, wenn wir das nächste Mal dahin fahren. Von allen Ländern ist das mein Lieblingsland.

Sushi: Das Essen dort ist auch mega gut!

Kevin: Was in Japan auch noch ganz krass ist, ist der Plattenmarkt! Der Plattenmarkt ist noch nicht so geschädigt! In Deutschland ziehen sich die Leute die Sachen von irgendwelchen Börsen oder von Youtube, was einerseits natürlich auch cool ist, da sich durch diese Seiten alles viel, viel schneller verbreitet! Aber sind wir mal ehrlich… Die Musikindustrie rechnet auch nicht mehr damit, dass sie das große Geld mit den Plattenverkäufen verdient, deswegen hat sich die Wirtschaftslage so umstrukturiert, dass auf ein Mal die Ticketpreise für Liveshows teurer werden und jeder sich wundert warum.Aber in Japan ist es wirklich so, dass die die CD’s wirklich noch kaufen. Du kriegst sogar fucking Helene Fischer in nem Plattenladen in Japan!

Sushi zu Kevin: Wir quatschen schon 27 min

 Kevin zu Sushi: Alter, das ist mir scheiß egal 🙂

 

2012 wart ihr ja auf der „Full Metall Cruise“. Das ist ja nochmal eine ganze Ecke anders als normale Clubshows oder Festivalshows. Wie sehr hat sich das von anderen Shows unterschieden? Irgendwelche besonders positiven oder negativen Erfahrungen?

Sushi: Du spielst zwei Tage und trinkst fünf!

Kevin: Richtig! Und der Kontakt zu den Leuten

Sushi: Man kann nicht weg laufen.

Kevin: Das war ja ein Wacken-Event…

Sushi: …das war die erste Show, wo wir die Jüngsten waren!

Kevin: Genau! Und wie gesagt, das war ein Wacken-Event, da sind die ganzen langhaarigen Metaler, von denen du am Anfang, also 2010, immer gedacht hast: Die fressen dich mit Haaren!Wir alle haben so gedacht! Festivals die dafür Bekannt sind z.B. Wacken, Summerbreeze bzw. alle Heavy Metal Festivals, da haben wir uns so in die Hosen gekackt, wir dachten die werden uns garantiert mit Tomaten beschmeißen.Aber es hat immer super gut funktioniert. Die Hardcoreszene hingegen hat uns ziemlich kritsch aufgenommen und die Metalszene, wovor wir Angst hatten, nahm uns mit Kusshand und das haben wir nie verstanden.Die Leute, aus der Metalszene, waren nicht so voreingenommen. Sie haben sich das angehört, dachten „ach Eskimo Callboy, das sind doch irgendwelche Affen, aber ich guck die mir trotzdem mal an.“Dann haben die sich nichts von ihrem Stolz vorspielen lassen und uns angesehen und hatten plötzlich Bock drauf! Die haben dann gesagt „ey das macht Spaß, ich hab jetzt ein paar im Schuh, aber es macht Spaß!“

Sushi: Metal ist doch viel offener für Sexsismus

Paul: Bei Hardcore ist es in Eurem Fall echt eher so dass die sich Euch gegenüber kritischer äußern.

Kevin: Ja wirklich. Aus Atitude sind die schon gegen uns.

Sushi: Manchmal kann man nichtmal vorsichtig „Brüste“ auf der Bühne sagen.

Paul: Ich kann mich an das Free For All 2012 erinnern, da hab ich kurz nach der Show einen von Euch angeschrieben. Da hat ein Bekannter von mir in einen Becher gepisst und zu Euch in Richtung Bühne geworfen, aber nicht getroffen.

 Kevin: Ja ich erinnere mich, das hast du mir geschrieben!

 Sushi: Ach das war ein Bekannter von dir?

 Paul: Ja!

 Sushi: Gib mir mal den Namen!

Ich schreib ihm: Hättest du uns getroffen, hätte ich Respekt gehabt.

 Paul: War schon scheisse von ihm.

Er hat Euch zum Glück nicht getroffen, dafür aber so nen kleinen Typen der neben mir stand.

 Sushi: Aber wenn du schon eine Band mit Pisse voll machen willst, dann pisst du gefälligst in eine Super Soaker und schießt die ab!

Das ist krass, aber sowas wie einfach in nen Becher pissen…

 Kevin: Ich versuch das jetzt mal zu deuten, aber daran sieht man auch wie extrem die Reaktionen teilweise sind.

Die Leute nehmen uns zum Teil sowas von ernst.

Ich selber hätte nicht Mal die Muße irgendwo rein zu pissen nur um eine Band nass zu machen.

 Paul: Um das zu ergänzen muss ich noch sagen, dass er das gemacht hat weil er der Meinung war, dass ihr sexistisch und wärt.

 Kevin: Ah ok! Aber das ist so….

ich hab mich schon mal richtig aufgeregt, grade bei FIFA eben, mega aufgeregt…

aber ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals jemanden mit Pisse abschmeißen wollte.

 Ich muss Euch mal auf das Coverlied „ California Gurls“ von Katy Perry ansprechen…Wie seid Ihr gerade auf diesen Song gekommen und wenn wir schon dabei sind, wie findet ihr ihre Shows? Wenn man so die Performance etc. von Katy Perry anschaut bzw. beobachtet scheint es, dass „Sex Sells“ momentan hoch im Kurs bei ihr steht. Was haltet Ihr davon?

Kevin: Das hat mit Sex Sells nichts zu tun. Das war zu einer Zeit, als irgendwie jede Band irgendwas gecovert hat. Jede Band die ein Cover macht denkt „ein Cover ist was Neues „von Dir“ aber nicht so anstrengend und anspruchsvoll wie einen eigenen Song zu schreiben.Das macht man auch meistens zwischen der Veröffentlichung von zwei Albem, oder einem Album und einer EP, so wie es auch bei uns war. Das ist auch etwas, das du machst weil du Bock drauf hast.Ein Cover macht man auch nicht nur weil man damit was bezwecken will, wie z.B. Aufmerksamkeit oder so, aber es wär auch gelogen wenn man sagt, dass man was covert nur weil man Bock drauf hat.Da geht’s natürlich auch ein bisschen darum Leute zu bekommen.

Sushi: Mit einem Cover erreicht man einfach mehr Leute, das ist so.

Kevin: Ja, ok. Aber ich muss dazu sagen, es war uns immer wichtig, dass die Coversongs nicht wesentlich erfolgreicher werden als unsere eigene Muck. Aber „California Gurls“, das war unser erstes Cover-Ding.Wir haben und da an einem Mittwoch überlegt ob wir das machen und ein Cover aufnehmen wollen und die Jungs haben das dann irgendwie zusammengeschustert.Wir haben dann ohne einen Plot Leute eingeladen und meinten dann, dass wir da so ein Proberaumvideo drehen wollen.

Das ist also das, was man im offiziellen Video vom Cover auch sieht?

Kevin: Ganz genau! Wir haben dann am Samstag, als das Video gedreht wurde, Schnittchen geschmiert, Leute eingeladen, auf Facebook was geschrieben etc. und dann standen knapp 40 Leute vor unseren Proberaum.Wir haben die dann eingepfercht, Kissen zerschmissen, die Mädels haben da ein bisschen rumgeknutscht, einfach ein witziger Abend.Das war wie gesagt echt spontan und hat auch gut funktioniert.Aber was ich wichtig fand und das haben wir auch immer im Auge gehabt war… Monsiuer Moustach.Das war ein Song der war gut, den mochten die Leute und wir haben immer Wert drauf gelegt, dass er dem Cover nicht unterlegen war, der wurde auch genauso oft gehört wie das Cover.Wir haben uns auch übrigens aufgrund des neuen Album nochmal die ganzen alten Sachen angehört, einfach um ein Gefühl dafür zu bekommen „woher kommen wir? Was machen wir?“Da merkten wir „alter Falter!“ wie trashig die erste EP war.

Sushi: Aber meeega!

Kevin: Allein die Aufnahmen! Dass da hier und da Störgeräusche waren oder so, da haben wir drauf geschissen.

Was sind eure Pläne und Ziele für die Zukunft, außer das neue Album.

Sushi: Den Schnaps aus dem Kühlschrank holen

Kevin: In naher Zukunft !

Wollen wir den Schnaps aus dem Kühlschrank holen und dann werde ich mir bissel schwarze Farbe ins Gesicht schmieren…Das neue Album steht an, und das ist ein Grund des Hoffens! Wir sind da ein bisschen ausgebrochen.

Sushi: Das ist wieder dieser Wendepunkt: Entweder gehen wir damit voll den Bach runter, weil das alle ultra scheiße finden, oder wir fahren Benz.

Für mich ist das so… ich hab da Angst vor.

Kevin: Ich habe auch Angst! Das haben wir alle!

Sushi: Kevin Ratajczak das erste Mal nackt im Booklet!

 Paul: Aber dann auf so ner Doppelseite!

 Sushi: Doppelt? Dreiseitig! Aber natürlich nur für den Intimbereich!

Kevin: Du machst das Album, du wagst etwas. Ich vergleich das immer mit BMTH (Bring Me the Horizon ) bei jeden Neuen Album haben sie einfach einen neuen Style begründet.

Das finde ich Mega beneidenswert.

Das erste Album war so mega-auf-die-Fresse-Geknüppel, das hab fand ich richtig geil.

Das zweite Album war so… da kann ich mich noch dran erinnern, da meineten alle Leute „aber, das ist nicht wie das erste, das mag ich nicht“.

Da kann man sich als Band also im schlimmsten Fall schon böse maulen wenn man sich zu sehr verändert?

Kevin: Richtig, absolut!

Sushi: Aber die (BMTH) dürfen das. Der nimmt ja auch keine Drogen mehr, offiziell. Ich bin da echt gespannt.

Kevin: Aber das ist so unsere Hoffnung. Für das neue Jahr wünschen wir uns, dass das Album den Leuten gefällt. Dass die Arbeit sich gelohnt hat. Wir machen ein geiles Video, es gibt auch ein paar Überraschungen auf dem Album, also es ist echt etwas worum wir uns sehr gekümmert haben und was uns viel viel viel Nerven gekostet hat. Hoffentlich wissen die Leute das zu schätzen.Dann kommen noch neue Shows, wir haben auch schon einige Festivals aufm Plan. Das find ich geil. Alles andere können wir gar nicht steuern, die Leute sind frei.

Sushi: Eben

Kevin: Egal wie toll die Eskimos auch waren, was zählt ist das, was wir jetzt sind.

Wo seht ihr euch in 10 Jahren??

Sushi: Ich hoffe ja, dass ich irgendwann mal Kylie Minogue knutschen kann.

Kevin: Kylie, find ich richtig süß!

Sushi: Kylie st kleiner als ich.

Sie hat ja damals, diesen Unterwäsche Spot gedreht,da hab ich mich so ein bisschen verknallt in sie, mit meinen 14 Jahren.

Sie hat geile Musik gemacht, und ist ein süßes Mäuschen, richtig süßes Mäuschen.:)

 Kevin: 10 Jahre… das hängt ganz stark davon ab, wie uns die Leute so finden.

Wir werden in den 10 Jahren bestimmt mehr als zwei Alben schreiben, aber das hängt wirklich stark davon ab wie uns die Leute noch mögen.

Wie schon vorhin erläutert, produzieren wir die Musik nicht nur für die Leute und unsere Fans, sondern wir selber müssen dahinter stehen und sie gut finden können, da wir sie auch interpretieren.

Sushi: Wir wollen nicht enden wie ABBA.

Kevin: Obwohl ABBA…

Sushi: Ja wie hieß sie? Agathe?

Kevin: Agnethe, alter!

Sushi: Ach ja! Das waren so Schweden Typen und Frauen.

Kevin: Entweder machen wir immer Mucke und sind quasi mit unserer Mucke gewachsen, und die Mucke ist mit uns gewachsen. Wir können ja nicht in 10 Jahren noch über das Teenieleben schreiben.

 

Sushi: Oder wir machen ein veganes Restaurant!

Kevin: Oder wir machen ein verganes Restaurant in Berlin-Mitte auf!

Paul: Aber als Mett-Liebhaber wärs ja nicht mehr so authentisch.

Kevin: Nein, nein aber mein Traum wäre, dass Jennifer Rostock bei uns essen kommt. Also die Jennifer Weist.

Sushi: Ja! Also falls die Jenni das liest…..

Kevin. Ich würde ihr gern mal ein Essen zubereiten, so richtig lecker, so mit Pinienkernen und allem.

Sushi: Ich glaube die kann das, sie kann das. sie hat mal so ein Kochdings mitgemacht

Kevin: Sie war mal beim Promidinner dabei

Sushi: Nein, bitte wühl das nicht auf

 Kevin: Das hat dich zerüttet!

 Sushi: Sie hat mir das Herz zerbrochen

 Kevin: Pass mal auf! Wem hat sie nicht das Herz gebrochen?

Der ganzen Band hat sie das Herz gebrochen!

 Sushi: Aber mir ganz besonders! Ich habe damals meiner Mama gesagt „Mama, das ist die Frau die ich betrunken mit einer Whiskeyflasche auf einer Bühne heirate… nackt!“

Und dann habe ich sie kennengelernt und das erste was sie zu mir sagte war „oh woher bist du denn her?

Du bist doch auch irgendwo aus einem Kindergarten, du bist ja so klein!“ Dann habe ich ihr gesagt „Ja, danke.

Ich war als Kind auch richtig fett und wurde dafür gemobbt“ Dann hat sie gesagt „boah ehrlich! Das wusste ich jetzt aber nicht!“

Dann meinte ich zu ihr “Nee alles gut, lass mal ein Bierchen trinken gehn.“ Aber trotzdem…..

Kevin: War das jetzt eine erfundene Geschichte?

 Sushi: Nein es ist wahr! Das war unsere erste Be-Be-Begegnung 🙂

 Kevin: Wenn in 10 Jahren dass EC-Inn entstanden ist, dann kommste mal vorbei und die Jenni wird dann auch eingeladen auf so ein richtig leckeres Tofu-Schnitzel!

 Sushi: Oder ein leckeres Tofu-Hähnchen!

 Was wolltet ihr schon immer mal in einen Interview los werden!

 Sushi: Was wollten wir schonmal los werden?

 Johanna: Dass ihr mal mit Jennifer Weist essen gehen wollt?

 Kevin: Nee das wär schon zu viel verlangt!

 Sushi: Wir feiern alle Bands, die uns richtig scheiße finden!

 Kevin: Echt?

 Sushi: Alle Bands die wir wirklich gerne hören finden uns eigentlich kacke!

Kevin: Wobei… das ist ehrlich so! Im Laufe der Jahre haben wir eine Entwicklung durchgemacht!Wir können mit Stolz behaupten, dass wir nicht mehr die Band sind, von der alle behaupten „die sind eh bald wieder weg!“Wie es 2010 noch der Fall war.Die Leute mussten notwendigerweise anerkennen, dass wir immer noch da sind, nach vier Jahren.Aber wir werden teilweise immer noch als die „Spasten“ angesehen und ich würde mir wünschen, dass wenn ich sage „ich spiel in Eskimo Callboy“, dass dann nicht die eine Augenbraue nach oben geht. Weißte was ich meine?Aber das würde ich gern mal los werden: Also an alle Bands da draußen – das geht nicht an die Leute die uns schon hören – wir sind ziemlich cool eigentlich, wenn Ihr mit uns redet!Versucht es mal, auch wenn ihr von Terror oder Down seid.

 www.eskimocallboy.com

      eskimocallboy

 

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