ATOA

ATOA + Cold War Everyday + Chashing Rainbows + Kuma + Sic Boy // 24.06.2016 // K19, Kassel

Vorweg: Alles Gute (nachträglich) zum Geburtstag Peter! Anlässlich des Geburtstages lud man am Freitag bei herrlichsten Wetter zu einem HC-Konzert der Spitzenklasse ein. Alleine das Line Up, gespickt mich hochkarätigen New-Comern der Kassler HC-Szene und ATOA, versprach einen richtig legendären Abend.Den Auftakt machte Kuma. Eingeschworene Zocker mögen den Namen aus dem Klassiker Tekken kennen und nicht minder haute der Kassler Leckerbissen den Besuchern eins auf die Zwölf. Die erst im vergangenen Jahr gegründete Band aus Kassel, die ihren Stil als „Mosh-Metal“ betitelt, lieferte eine grandiose Show ab und erledigte ihre – teilweise immer recht undankbare – Aufgabe als Opener absolut souverän. Wer die Show der Männer verpasst hat, der sollte sich den 24.7. rot im Kalender markieren. Dann supporten sie keinen geringeren als Misery Index (USA) im K19.

Mit Sic Boy wurde der Aggressions-Grad nochmal deutlich nach oben geschraubt. Gleich mit dem Opener Song präsentierten die Kassler eine „Auf-Die-Fresse“ Show, die ihres Gleichen sucht. Sänger Mitch verlagerte gleich zu Beginn seinen Arbeitsplatz ins Publikum – ganz nach HC-Manier – und feuerte die zahlreichen Gäste an. Das Ergebnis war ein durchgehender Pit. Ihre Mischung aus unterschiedlichsten Richtung der HC-Szene gemischt mit einer guten alten Priese Old-School wurde mehr als nur brachial gefeiert.

Cashing Rainbows baten nach dieser Attacke von Sic Boy zum Tanz. Ihr Melodic HC schien genau das zu sein, worauf so mancher Besucher gewartet hatte. Sie standen den lokalen Bands davor im Nichts nach und zeigten selbstbewusst ihre Kunst dem Publikum. Das Kassler Quintett zelebriert – wie im Namen „Melodic“ schon enthalten – eine wesentlich melancholischere Stimmung, die aber in keiner Form als störend oder unpassend aufgefasst wurde. Das Gegenteil war der Fall, was an die durchweg positive Reaktion im Publikum zu erkennen war. Respekt!

Nun war es Zeit für den Co-Headliner des Abends. Cold War Everyday betraten die Bühne und das volle K19 war repräsentativ für den Stellenwert der Band innerhalb der heimischen Szene. Rund um Frontschwein Dennis „Weiffe“ Weiffenbach machten die Musiker aus der Fuldastadt deutlich, dass sie sich innerhalb der letzten 5 Jahre einen nicht gerade geringen Bekanntheitsgrad erspielt haben. Natürlich durfte ihr Evergreen „Frozen Bridges“ im Set nicht fehlen, aber auch neuere Songs wie „April ´16“ wurden von den zahlreichen Besuchern im K19 abgefeiert, als gäbe es kein Morgen.

Nun war es Zeit für den offiziellen Headliner und nach vier Mal Kassel war dieser Slot sichtlich „unvorteilhaft“ – soweit die Theorie. Dass Theorie und Praxi sich auch gerne mal aufheben bewiesen ATOA klar und deutlich. Das außergewöhnliche der HC-Kapelle aus der Rheinstadt Düsseldorf ist – neben der selbstgewählten Generebezeichnung „Hardpop“ – dass ihre Texte ausschließlich (?) auf Deutsch sind. Aber gerade diese Tatsache schien gerade gut anzukommen. Routiniert zeigten sich die Rheinstädter unbeeindruckt der lokalen Bands und machten ihrerseits deutlich, warum sie nicht mehr zu den Unbekannten der Szene zählen. In regelrechte Ekstase versetzen die Musiker die Gäste und alleine die Party während des Konzertes unterstrichen abermals, warum ATOA Headliner waren. Was eine endgeile Party!!!

 

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